E-Motorrad und E-Roller für A1 und B196: 7 Modelle nach Herstellerdaten – 11 kW Dauerleistung, bis 45 kW Spitze

Alle Werte stammen von den deutschen Herstellerseiten und den dort verlinkten Datenblättern, abgerufen am 11.10.2026; das Prüfdatum steht in jeder Tabellenzeile. Keine Eigenmessung, keine Probefahrt. Preise sind unverbindliche Preisempfehlungen laut Hersteller. Wie ich prüfe, steht unter Methodik.

Im Datenblatt der Zero S stehen zwei Leistungen: 11 kW Dauerleistung und 45 kW maximal. Die Klasse A1 erlaubt höchstens 11 kW, und trotzdem schreibt Zero für die S ausdrücklich „A1/B 196“ dazu.

Ausgewertet habe ich sieben Elektromodelle, für die der Hersteller A1 und B196 nennt: drei Motorräder von Zero und vier Roller von BMW, Honda und NIU. Die Verbrenner stehen bei den 125er-Motorrädern und 125er-Rollern. Eine Rangliste gibt es hier nicht, nur die Zahlen.

Die Kernzahl: 45 kW Spitze bei 11 kW Dauerleistung

Mit der Spitzenleistung gerechnet lägen Zero S und DS über den 11 kW und den 0,1 kW/kg der Klasse A1, mit der Dauerleistung deutlich darunter. Bei den vier Rollern spielt die Frage keine Rolle: Schon ihre Spitzenleistung liegt bei höchstens 11 kW.

Modell Nenn- oder Dauerleistung Spitzenleistung Spitze je kg (gerechnet)
Zero S 11 kW Dauer 45 kW 0,20 kW/kg (223 kg leer)
Zero DS 11 kW Dauer 45 kW 0,19 kW/kg (239 kg leer)
Zero XE k. A. 15,5 kW 0,15 kW/kg (101 kg leer)
BMW CE 02 (11 kW) 6 kW Nenn 11 kW 0,083 kW/kg (132 kg)
NIU NQiX 500 9 kW Dauer 9,9 kW 0,095 kW/kg (104 kg, Akkus unklar)
NIU NQi GTS 4 kW Dauer, 2 kW Nenn 4,1 kW 0,047 kW/kg (87 kg ohne Akkus)
Honda CUV e: k. A. 4,2 kW 0,035 kW/kg (120 kg fahrfertig)

Die Hersteller stufen nach Dauerleistung ein, die Verordnung nennt nur 11 kW

Zero begründet die Einstufung auf seiner A1-Seite so: „Elektromotorräder hingegen werden nach ihrer Dauerleistung eingestuft und homologiert“. Gemessen ist die Dauerleistung laut Datenblatt über 30 Minuten nach UN/ECE-R 85. BMW nennt für den CE 02 6 kW Nenn- und 11 kW Maximalleistung und dafür den A1- oder B196-Führerschein. NIU schreibt beim NQiX 500, er entspreche „der 125-cm³-Klasse“.

Führerscheinklasse A1 · geprüft am 11.10.2026

  • 125 cm³ · 11 kW · 0,1 kW/kg — Die Klasse A1 gilt für Krafträder (auch mit Beiwagen) mit bis zu 125 cm³ Hubraum, höchstens 11 kW und einem Verhältnis von Leistung zu Gewicht von höchstens 0,1 kW/kg sowie für dreirädrige Kraftfahrzeuge mit symmetrisch angeordneten Rädern bis 15 kW. gilt seit 19.01.2013 · gesetze-im-internet.de
  • 16 Jahre — Das Mindestalter für A1 beträgt 16 Jahre. gesetze-im-internet.de
  • enthält AM — A1 schließt die Klasse AM ein. gesetze-im-internet.de
  • Grundstoff 12 DS (6 mit Vorbesitz) + Zusatzstoff 4 DS — Der theoretische Unterricht umfasst mindestens 12 Doppelstunden Grundstoff (6 bei vorhandener Fahrerlaubnis) und 4 Doppelstunden Zusatzstoff für A1. gesetze-im-internet.de
  • 5 + 4 + 3 = 12 × 45 Min. — Beim Ersterwerb von A1 sind mindestens 12 besondere Ausbildungsfahrten zu je 45 Minuten vorgeschrieben: 5 Überland, 4 Autobahn und 3 bei Dämmerung oder Dunkelheit. gesetze-im-internet.de
  • 70 Min. (30 Min. Fahrzeit) — Die praktische Prüfung A1 dauert mindestens 70 Minuten, davon 30 Minuten reine Fahrzeit. Das Prüfungsfahrzeug muss ein A1-Kraftrad ohne Beiwagen mit höchstens 11 kW, höchstens 0,1 kW/kg Leistung/Leermasse, mindestens 90 km/h und – mit Verbrennungsmotor – mindestens 120 cm³ sein. gesetze-im-internet.de
  • Schlüsselzahl 79.05 — Die Schlüsselzahl 79.05 steht für Krafträder der Klasse A1 mit einem Leistungsgewicht von mehr als 0,1 kW/kg. gesetze-im-internet.de
  • Aufstieg A1 → A2 nach 2 Jahren — Nach mindestens zwei Jahren Besitz der Klasse A1 genügt für die Erweiterung auf A2 eine praktische Prüfung (Aufstieg); die Ausbildungsvorschriften gelten dann nicht. gesetze-im-internet.de

Die Grenzen des A1-Führerscheins gelten mit der Schlüsselzahl 196 genauso, nur im Inland, siehe B196. Welcher Leistungswert bei einem Elektromotor gegen die 11 kW zählt, steht in den Vorschriften, die ich mit Quelle führe, nicht. Ich gebe deshalb die Begründung der Hersteller wieder und bewerte sie nicht.

Drei Elektro-Motorräder: alle von Zero, 6.600 bis 17.660 €

ModellLeistung in kWGewichtGewicht laut HerstellerSitzhöhePreis (UVP Hersteller)Geprüft amQuelle
Zero Motorcycles XEk. A.101 kgLeergewicht900 mm6.600 €11.10.2026zeromotorcycles.com
Zero Motorcycles S (11 kW)11 kW223 kgLeergewicht787 mm16.990 €11.10.2026zeromotorcycles.com
Zero Motorcycles DS (11 kW)11 kW239 kgLeergewicht828 mm17.660 €11.10.2026zeromotorcycles.com

Werte laut Hersteller (deutsche Herstellerseite, Modelljahr wie angegeben), je Zeile mit Prüfdatum. „k. A.“: Der Hersteller nennt den Wert nicht. Preise sind unverbindliche Preisempfehlungen des Herstellers; ob Überführung und Nebenkosten enthalten sind, unterscheidet sich je Hersteller (Quelle). Leistungsgewicht gerechnet mit dem Herstellergewicht — bei Trocken- oder Leergewicht nicht mit dem fahrbereiten Gewicht vergleichbar.

Zero S und DS haben laut Hersteller einen Akku mit maximal 15,6 kWh, nominal 13,6 kWh. Die Reichweite nennt Zero nach SAE J2982 bzw. Verordnung (EU) Nr. 134/2014: 262 km (S) und 249 km (DS) in der Stadt, 164 und 161 km bei 113 km/h. Die XE hat einen herausnehmbaren Akku mit 4,3 kWh und 100 km Reichweite bei konstant 50 km/h. Die Preise enthalten Transport und Batterieentsorgungsgebühr.

Vier Elektroroller: 2.699 bis 4.599 €, Sitzhöhe 750 bis 810 mm

ModellLeistung in kWGewichtGewicht laut HerstellerSitzhöhePreis (UVP Hersteller)Geprüft amQuelle
NIU NQi GTS4,1 kW87 kgFahrzeuggewicht (ohne Akkus)810 mm2.699 €11.10.2026global.niu.com
NIU NQiX 5009,9 kW104 kgGewicht (ohne Angabe, ob mit Akkus)810 mm4.599 €11.10.2026global.niu.com
Honda CUV e: Connected4,2 kW120 kgfahrfertig765 mm4.500 €11.10.2026honda.de
BMW CE 02 (11 kW)11 kW132 kgLeergewicht fahrfertig, vollgetankt750 mmk. A.11.10.2026bmw-motorrad.de

Werte laut Hersteller (deutsche Herstellerseite, Modelljahr wie angegeben), je Zeile mit Prüfdatum. „k. A.“: Der Hersteller nennt den Wert nicht. Preise sind unverbindliche Preisempfehlungen des Herstellers; ob Überführung und Nebenkosten enthalten sind, unterscheidet sich je Hersteller (Quelle). Leistungsgewicht gerechnet mit dem Herstellergewicht — bei Trocken- oder Leergewicht nicht mit dem fahrbereiten Gewicht vergleichbar.

Alle vier fahren mit zwei Akkus, Honda und BMW nennen sie entnehmbar. Nach WMTC kommt der Honda CUV e: mit 2 × 1.314 Wh 72 km weit, der BMW CE 02 mit 2 × 1,96 kWh 95 km. NIU nennt bei 4.032 Wh für den NQi GTS 110 bis 120 km mit 50-kg-Fahrer bei 25 km/h Durchschnitt, für den NQiX 500 95 bis 105 km „unter Idealbedingungen“, in der FAQ 70 bis 100 km.

Was die Tabellenwerte bedeuten

  • Leistung ist bei Zero S und DS die Dauerleistung, bei den Rollern die Maximalleistung. „k. A.“ bei der Zero XE: Das Datenblatt nennt nur die Spitzenleistung.
  • Gewicht zählt nur mit der Wiegeart daneben. NIU wiegt den NQi GTS ohne die beiden Akkus zu je 15,5 kg.
  • Preis ist die UVP. Beim BMW CE 02 nennt die Seite nur „ab 8.500 €“ ohne Zuordnung zur 11-kW-Variante, deshalb „k. A.“.

Zwei oder drei Modelle direkt nebeneinander

Der Motorrad-Vergleich zeigt alle Felder, soweit der Hersteller sie nennt.

cm, barfuß gemessen

Zwei Modelle wählen, dann erscheint der Vergleich.

Womit gerechnet wird
  • Alle Werte von den deutschen Herstellerseiten, je Modell mit Prüfdatum und Quelle. „k. A.“ heißt: Der Hersteller nennt den Wert nicht. Nichts davon ist geschätzt oder selbst gemessen.
  • Gewicht ist das Gewicht, das der Hersteller angibt — meist fahrfertig mit vollem Tank (Art steht in der Zeile). Hersteller messen nicht alle gleich; Unterschiede unter etwa fünf Kilogramm sagen wenig.
  • Leistungsgewicht = Leistung in kW geteilt durch das Herstellergewicht, rechnerisch.
  • A2-Prüfung mit den Grenzen aus der Führerscheinregel: höchstens 35 kW, höchstens 0,2 kW je kg, gedrosselt höchstens von doppelter Leistung. Maßgeblich ist am Ende der Eintrag in den Fahrzeugpapieren.
  • Sitzhöhe minus Schrittlänge ist nur ein Anhaltspunkt: Wie gut man auf den Boden kommt, hängt auch von Sitzbreite, Federung und Stiefelsohle ab. Probesitzen ersetzt es nicht.
  • Die Auswahl steht nach „Vergleich teilen“ im Link — gespeichert wird nichts.

Die Fallstricke

  • Reichweiten nach vier Messarten. Stadtzyklus, WMTC, konstant 50 km/h und 25 km/h Durchschnitt lassen sich nicht vergleichen.
  • Zwei Varianten, zwei Führerscheine. Den BMW CE 02 gibt es auch mit 4 kW für AM und B; A1 und B196 nennt BMW nur für die 11-kW-Variante.
  • Unter 90 km/h kein Prüfungsfahrzeug. A1-Prüfung und B196-Schulung verlangen nach Anlage 7 und 7b FeV ein Kraftrad mit mindestens 90 km/h. Zero XE (85 km/h), Honda CUV e: (83 km/h) und NIU NQi GTS (80 km/h) liegen darunter.
  • Widersprüchliche Preise bei NIU. Die Website nennt für beide Roller mehrere Preise; eingetragen ist die UVP der Datentabelle.

Was praktisch hilft

  1. Die Führerscheinangabe für genau die Variante lesen und die eingetragene Leistung in den Fahrzeugpapieren vom Händler zeigen lassen.
  2. Mit der niedrigsten Reichweite planen, die der Hersteller nennt: bei der Zero S 164 km bei 113 km/h, beim NQiX 500 70 km aus der FAQ.
  3. Das Laden mitdenken. Bei Honda, BMW und der Zero XE lassen sich die Akkus herausnehmen; Zero S und DS laden in 2,5 Stunden von 20 auf 80 Prozent.
  4. Die Gesamtkosten rechnen: Führerscheinkosten, dazu Helm und Bekleidung nach Schutzklassen.

Was ich noch nicht weiß

  • Die Dauerleistung der Zero XE. Sie gehört ins Datenblatt, dort steht nur die Spitzenleistung. Zeros A1-Seite nennt pauschal 11 kW.
  • Der Preis des BMW CE 02 mit 11 kW. Die Modellseite nennt nur einen Ab-Preis ohne Variante.
  • Ob NIU den NQiX 500 mit oder ohne Akkus wiegt. Bei 12,5 kg je Akku macht das 25 kg aus.
  • Die Vorschrift, die Dauerleistung als Maßstab festlegt. Zero verweist auf die Homologation; die Fundstelle habe ich noch nicht in der Primärquelle geprüft.

Häufige Fragen

Welches E Motorrad darf man mit 125er Führerschein fahren?

Laut Hersteller die Zero S, DS und XE sowie die Elektroroller BMW CE 02 (11 kW), Honda CUV e:, NIU NQi GTS und NQiX 500. Die Grenzen nach § 6 der Fahrerlaubnis-Verordnung sind höchstens 11 kW und 0,1 kW je Kilogramm; eine Hubraumangabe gibt es beim Elektromotor nicht. Zero S und DS haben 11 kW Dauerleistung und 45 kW Spitzenleistung, Zero stuft nach der Dauerleistung ein. Bei den vier Rollern liegt schon die Spitzenleistung bei höchstens 11 kW. Der BMW CE 02 mit 4 kW ist eine Variante für AM und B.

Was kostet ein E Roller 125?

Laut Hersteller-UVP kostet der NIU NQi GTS 2.699 €, der NIU NQiX 500 mit zwei Akkus 4.599 € und der Honda CUV e: 4.500 € ab Werk, mit Überführung 5.029 €. Mit drei Akkus kostet der NQiX 500 laut NIU ab 5.498 €. Die Website nennt für beide NIU zusätzlich abweichende Preise. Für den BMW CE 02 steht nur „ab 8.500 €“, ohne Angabe, ob das für die 4-kW- oder die 11-kW-Variante gilt. Die Elektro-Motorräder von Zero kosten 6.600 € (XE) bis 17.660 € (DS), inklusive Transport und Batterieentsorgungsgebühr.

Wie weit kommt ein Elektro Motorrad 125?

Die Hersteller nennen 72 bis 262 km, aber nach unterschiedlichen Messarten. Zero gibt für die S nach SAE J2982 bzw. Verordnung (EU) Nr. 134/2014 262 km in der Stadt, 193 km gemischt bei 89 km/h und 164 km bei 113 km/h an. Die Zero XE schafft laut Zero 100 km bei konstant 50 km/h. Bei den Rollern nennen Honda (CUV e:, 72 km) und BMW (CE 02, 95 km) den WMTC-Zyklus, NIU für den NQi GTS 110 bis 120 km mit 50-kg-Fahrer bei 25 km/h Durchschnitt. Für den Alltag zählt die niedrigste genannte Zahl.

Darf man einen Elektroroller 125 mit B196 fahren?

Ja, wenn der Roller unter die Grenzen der Klasse A1 fällt: höchstens 11 kW und 0,1 kW je Kilogramm. Mit der Schlüsselzahl 196 gilt das nur in Deutschland. Voraussetzung sind laut § 6b der Fahrerlaubnis-Verordnung mindestens fünf Jahre Klasse B, ein Mindestalter von 25 Jahren und eine Fahrerschulung von neun Einheiten zu je 90 Minuten, eine Prüfung gibt es nicht. Für alle vier Roller hier nennt der Hersteller B196. Für die Schulung selbst taugen CUV e: und NQi GTS nicht, weil ein Schulungsfahrzeug mindestens 90 km/h erreichen muss.

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Ich betreibe zweitaktgeber.de und sammle hier, was Führerscheinrecht, Normen und Hersteller zum Motorradfahren wirklich sagen – jede Zahl mit Quelle und Prüfdatum. Den Motorradführerschein mache ich 2027; bis dahin stammen alle Angaben aus Gesetzestexten, Normen und Herstellerdaten, nicht aus eigener Erfahrung.