Retro-Motorräder für A1 und A2: 25 Modelle mit historischem Vorbild laut Hersteller – von 760 bis 835 mm Sitzhöhe

Alle Werte stammen von den deutschen Herstellerseiten und den dort verlinkten Datenblättern, geprüft zwischen dem 08. und 15.10.2026; das Prüfdatum steht in jeder Tabellenzeile. Keine Eigenmessung, keine Probefahrt. Preise sind unverbindliche Preisempfehlungen laut Hersteller, mit unterschiedlichen Nebenkosten. Wie ich prüfe, steht unter Methodik.

Royal Enfield führt die Classic 350 auf die G2 von 1950 zurück, Kawasaki schreibt der Z650RS den „Charme der Siebziger“ zu. Beide fallen unter die Klasse A2, die Royal Enfield mit 14,87 kW ab Werk, die Kawasaki als 35-kW-Version eines Motorrads mit 50,2 kW. Beide beziehen sich auf frühere Jahrzehnte, technisch trennt sie mehr als die doppelte Leistung.

Ausgewertet habe ich 25 Motorräder von 10 Marken: 12 für A1 und B196, 13 für A2. Eine Rangliste gibt es hier nicht, nur die Zahlen.

Die Kernzahl: Alle 25 Retro-Modelle sitzen zwischen 760 und 835 mm

Über alle A1- und A2-Motorräder der Datenbank reicht die Sitzhöhe von 690 bis 925 mm. Die 25 Retro-Modelle liegen in einem Band von 75 mm, von 760 mm bei Brixton Crossfire 125 XS und Mash Seventy 125 bis 835 mm bei der Triumph Scrambler 400 X. 11 der 25 haben höchstens 790 mm.

Wert A1/B196 (12 Modelle) A2 (13 Modelle)
Sitzhöhe 760 bis 815 mm 780 bis 835 mm
Gewicht fahrbereit 105 bis 160 kg (8 mit Angabe) 170 bis 217 kg (7 mit Angabe)
Leistung 6,9 bis 11 kW (12 mit Angabe) 14,87 bis 35 kW (12 mit Angabe)
Preis (UVP) 2.499 bis 5.099 € (11 mit Angabe) 3.684 bis 12.890 € (13 mit Angabe)

„Retro“ steht in keinem Datenblatt: so habe ich ausgewählt

Die Datenbank hat kein Feld für Stil. Aufgenommen habe ich zwei Gruppen:

  1. Alle Scrambler der Datenbank, 9 Modelle. Bei Benelli Leoncino 125, Brixton Felsberg 125 und Mash X-Ride 125 ist die Bauform meine Zuordnung, weil die Herstellerseite keine nennt.
  2. Naked Bikes, deren deutsche Herstellerseite das ganze Motorrad auf ein historisches Vorbild, ein Jahrzehnt, den Café-Racer-Stil oder eine Classic-/Heritage-Kategorie bezieht. Beispiele: Mash nennt seine Modelle „Retro Bikes“ und eine Hommage an die Sechziger und Siebziger, Yamaha führt die XSR125 als „Sport Heritage“, Triumph die Speed 400 unter „Classic“, Honda die Dax 125 als „Kind der 1960er-Jahre“, Brixton die Crossfire 125 mit „Café-Racer-Charme“ und die Crossfire 125 XS als moderne Version der japanischen Minibikes der 1970er.

Nicht aufgenommen: die Honda CB125R, die Honda zur Familie „Neo Sports Café“ mit „modernen Merkmalen“ zählt und nur von „Retro-Minimalismus“ spricht, die Royal Enfield HNTR 350 (Hunter 350), bei der nur das Kombiinstrument „im Retro-Design“ ist, die Royal Enfield Guerrilla 450 und die Brixton Crossfire 500 X, deren Seiten keinen Zeitbezug nennen. Cruiser und Roller fehlen bewusst; Retro-Roller stehen bei den 125er-Rollern.

Retro-125er für A1 und B196: 12 Modelle, 2 mit vollen 11 kW

Nur Mash X-Ride 125 und Yamaha XSR125 nutzen die 11 kW der Klasse. Honda Monkey 125 und Dax 125 haben 6,9 kW, wiegen vollgetankt aber nur 105 und 107 kg. Die Monkey ist laut Honda ein Einsitzer.

ModellSitzhöheLeistung in kWGewichtGewicht laut HerstellerPreis (UVP Hersteller)Geprüft amQuelle
Brixton Crossfire 125 XS760 mm8,3 kW111 kgEigengewicht fahrbereit2.799 €11.10.2026brixton-motorcycles.com
Mash Seventy 125760 mm8,2 kW127 kgGewicht (Art nicht angegeben)2.499 €11.10.2026mashmotor.de
Brixton Felsberg 125770 mm8,4 kW134 kgEigengewicht fahrbereit3.199 €11.10.2026brixton-motorcycles.com
Brixton Cromwell 125770 mm8,4 kW134 kgEigengewicht fahrbereit3.199 €11.10.2026brixton-motorcycles.com
Honda Dax 125775 mm6,9 kW107 kgvollgetankt4.790 €11.10.2026honda.de
Honda Monkey 125776 mm6,9 kW105 kgvollgetankt4.590 €11.10.2026honda.de
Mash Black Seven 125780 mm9 kW137 kgGewicht (Art nicht angegeben)3.499 €11.10.2026mashmotor.de
Zontes 125G1795 mm10,8 kW160 kgGewicht in fahrbereitem Zustandk. A.11.10.2026zontes.eu
Benelli Leoncino 125800 mm9,4 kW145 kgTrockengewicht3.469 €11.10.2026benelli.com
Mash X-Ride 125810 mm11 kW130 kgGewicht (Art nicht angegeben)3.699 €11.10.2026mashmotor.de
Brixton Crossfire 125810 mm10 kW149 kgEigengewicht fahrbereit3.999 €11.10.2026brixton-motorcycles.com
Yamaha XSR125815 mm11 kW140 kgfahrfertig, vollgetankt5.099 €11.10.2026yamaha-motor.eu

Werte laut Hersteller (deutsche Herstellerseite, Modelljahr wie angegeben), je Zeile mit Prüfdatum. „k. A.“: Der Hersteller nennt den Wert nicht. Preise sind unverbindliche Preisempfehlungen des Herstellers; ob Überführung und Nebenkosten enthalten sind, unterscheidet sich je Hersteller (Quelle). Leistungsgewicht gerechnet mit dem Herstellergewicht — bei Trocken- oder Leergewicht nicht mit dem fahrbereiten Gewicht vergleichbar.

Mit dem Autoführerschein kommt man über die Schlüsselzahl B196 an dieselben Motorräder, sonst über den A1-Führerschein. Alle 125er stehen bei den 125er-Motorrädern.

Führerscheinklasse A1 · geprüft am 15.10.2026

  • 125 cm³ · 11 kW · 0,1 kW/kg — Die Klasse A1 gilt für Krafträder (auch mit Beiwagen) mit bis zu 125 cm³ Hubraum, höchstens 11 kW und einem Verhältnis von Leistung zu Gewicht von höchstens 0,1 kW/kg sowie für dreirädrige Kraftfahrzeuge mit symmetrisch angeordneten Rädern bis 15 kW. gilt seit 19.01.2013 · gesetze-im-internet.de
  • 16 Jahre — Das Mindestalter für A1 beträgt 16 Jahre. gesetze-im-internet.de
  • enthält AM — A1 schließt die Klasse AM ein. gesetze-im-internet.de
  • Grundstoff 12 DS (6 mit Vorbesitz) + Zusatzstoff 4 DS — Der theoretische Unterricht umfasst mindestens 12 Doppelstunden Grundstoff (6 bei vorhandener Fahrerlaubnis) und 4 Doppelstunden Zusatzstoff für A1. gesetze-im-internet.de
  • 5 + 4 + 3 = 12 × 45 Min. — Beim Ersterwerb von A1 sind mindestens 12 besondere Ausbildungsfahrten zu je 45 Minuten vorgeschrieben: 5 Überland, 4 Autobahn und 3 bei Dämmerung oder Dunkelheit. gesetze-im-internet.de
  • 70 Min. (30 Min. Fahrzeit) — Die praktische Prüfung A1 dauert mindestens 70 Minuten, davon 30 Minuten reine Fahrzeit. Das Prüfungsfahrzeug muss ein A1-Kraftrad ohne Beiwagen mit höchstens 11 kW, höchstens 0,1 kW/kg Leistung/Leermasse, mindestens 90 km/h und – mit Verbrennungsmotor – mindestens 120 cm³ sein. gesetze-im-internet.de
  • Schlüsselzahl 79.05 — Die Schlüsselzahl 79.05 steht für Krafträder der Klasse A1 mit einem Leistungsgewicht von mehr als 0,1 kW/kg. gesetze-im-internet.de
  • Aufstieg A1 → A2 nach 2 Jahren — Nach mindestens zwei Jahren Besitz der Klasse A1 genügt für die Erweiterung auf A2 eine praktische Prüfung (Aufstieg); die Ausbildungsvorschriften gelten dann nicht. gesetze-im-internet.de
  • FeV: keine Regel für Elektromotoren — Die FeV legt nicht fest, welche Leistung bei einem Elektromotor für die 11-kW-Grenze der Klasse A1 gilt: § 6 FeV spricht nur von einer „Motorleistung von nicht mehr als 11 kW“; die Wörter „Elektromotor“ und „Nenndauerleistung“ kommen in § 6 FeV nicht vor. gesetze-im-internet.de
  • L3e-A1: E-Motor ≤ 11 kW Nenndauerleistung — Für die EU-Fahrzeugklasse L3e-A1 (Kraftrad mit niedriger Leistung) gelten höchstens 125 cm³ Hubvolumen, höchstens 11 kW „maximale Nenndauerleistung oder Nutzleistung“ und höchstens 0,1 kW/kg. Grundlage der Leistungsgrenzen ist bei Elektroantrieb die maximale Nenndauerleistung, bei Verbrennungsmotoren die maximale Nutzleistung; als Gewicht gilt die Masse in fahrbereitem Zustand. gilt seit 01.01.2016 · eur-lex.europa.eu
  • 30-Minuten-Leistung — Die maximale Nenndauerleistung ist laut EU-Fahrzeugrecht die maximale Leistung über 30 Minuten an der Abtriebswelle eines Elektromotors nach der UN-ECE-Regelung Nr. 85. gilt seit 01.01.2016 · eur-lex.europa.eu
  • Messung nach UN-R 85 (30 Min., ausnahmsweise 15 Min.) — Bei der Typgenehmigung wird bei reinen Elektroantrieben das maximale Drehmoment und die maximale 30-Minuten-Leistung nach UN-ECE-Regelung Nr. 85 gemessen. Abweichend darf die höchste Fünfzehn-Minuten-Geschwindigkeit verwendet werden, wenn das Fahrzeug die Dreißig-Minuten-Geschwindigkeit technisch nicht erreicht. gilt seit 01.01.2016 · eur-lex.europa.eu
  • Spitzenleistung: keine Grenze für L3e — Die kurzzeitige Spitzenleistung eines Elektromotors ist nicht die Grundlage der Leistungsklassen. Eine Obergrenze für die Spitzenleistung (höchstens das 1,6-Fache der Nenndauerleistung) schreibt Anhang X der Verordnung (EU) Nr. 134/2014 nur für Fahrzeuge mit Pedalantrieb der Klasse L1e vor, nicht für Krafträder der Klasse L3e. gilt seit 01.01.2016 · eur-lex.europa.eu
  • CoC: 15-/30-Minuten-Leistung (Elektro) — In der Übereinstimmungsbescheinigung (CoC) eines Fahrzeugs der Klasse L steht bei Verbrennungsmotoren die „Nennleistung“, bei Elektromotoren die „15-/30-Minuten-Leistung“ in kW; bei mehreren Elektromotoren als Summe aller Motoren. gilt seit 01.01.2016 · eur-lex.europa.eu
  • Feld P.2 = 30-Minuten-Leistung (Elektro) — In der Zulassungsbescheinigung Teil I steht die Leistung in Feld P.2 („Nennleistung in kW“). Bei Elektrofahrzeugen übernimmt die Zulassungsbehörde dort die „Höchste 30 Minuten Leistung“ aus dem CoC; bei Fahrzeugen der Klasse L kann es auch die „15 Minuten Leistung“ sein. Feld P.4 (Nenndrehzahl) wird mit einem Strich gesperrt, z. B. „75/-“. Das Leistungsgewicht in Feld Q ist bei Krafträdern immer einzutragen. kba.de
  • ab 26.11.2029: „maximale Nutzleistung“ — Die neue EU-Führerscheinrichtlinie (EU) 2025/2205 beschreibt A1 mit einer „maximalen Nutzleistung von bis zu 11 kW“ statt „Motorleistung“; eine eigene Regel für Elektromotoren enthält auch sie nicht. Die Mitgliedstaaten müssen sie bis 26.11.2028 umsetzen und ab 26.11.2029 anwenden; bis dahin bleibt in Deutschland § 6 FeV maßgeblich. gilt seit 25.11.2025 · eur-lex.europa.eu
  • E-Prüfungsfahrzeug ≥ 0,08 kW/kg — Wird die praktische A1-Prüfung auf einem Elektro-Kraftrad abgelegt, muss dessen Verhältnis von Leistung zu Leermasse mindestens 0,08 kW/kg betragen; der Mindesthubraum von 120 cm³ gilt nur für Prüfungsfahrzeuge mit Verbrennungsmotor. gesetze-im-internet.de

Retro-Motorräder für A2: von 14,87 bis 35 kW

8 der 13 haben ab Werk höchstens 35 kW, darunter die vier von Royal Enfield, Honda CL500 und die beiden Triumph 400. 5 sind 35-kW-Versionen stärkerer Motorräder: die drei Ducati Scrambler („Alle Scrambler-Modelle sind als 35 kW Version erhältlich“), die Kawasaki Z650RS mit Kit (offen 50,2 kW) und die Mash K750 (offen 55 kW).

ModellSitzhöheLeistung in kWLeistung ungedrosseltGewichtGewicht laut HerstellerPreis (UVP Hersteller)Geprüft amQuelle
Mash K750 (A2-Version)780 mmk. A.55 kW217 kgGewicht (Art nicht angegeben)7.699 €11.10.2026mashmotor.de
Honda CL500790 mm34,3 kWk. A.192 kgvollgetankt6.070 €16.10.2026honda.de
Triumph Speed 400790 mm29,4 kWk. A.170 kgFahrfertiges Gewicht5.645 €15.10.2026triumphmotorcycles.de
Mash Five Hundred790 mm20,4 kWk. A.160 kgGewicht (Art nicht angegeben)3.684 €11.10.2026mashmotor.de
Ducati Scrambler Icon Dark (35 kW)795 mm35 kWk. A.176 kgLeergewicht9.990 €11.10.2026ducati.com
Ducati Scrambler Icon (35 kW)795 mm35 kWk. A.k. A.k. A.10.890 €11.10.2026ducati.com
Ducati Scrambler Full Throttle (35 kW)795 mm35 kWk. A.k. A.k. A.12.890 €11.10.2026ducati.com
Royal Enfield Bullet 350805 mm14,9 kWk. A.195 kgLeergewicht5.270 €11.10.2026royalenfield.com
Royal Enfield Classic 350805 mm14,9 kWk. A.195 kgLeergewicht fahrfertig (90 % Benzin + Motoröl)5.320 €16.10.2026royalenfield.com
Royal Enfield Interceptor 650805 mm34,9 kWk. A.217 kgfahrbereit7.720 €08.10.2026royalenfield.com
Royal Enfield Continental GT 650820 mm34,9 kWk. A.212 kgfahrbereit7.720 €08.10.2026royalenfield.com
Kawasaki Z650RS (35 kW)820 mm35 kW50,2 kW187 kgfahrfertig (voller Tank über 90 %, inkl. Werkzeugsatz)8.095 €11.10.2026kawasaki.de
Triumph Scrambler 400 X835 mm29,4 kWk. A.179 kgFahrfertiges Gewicht6.345 €08.10.2026triumphmotorcycles.de

Werte laut Hersteller (deutsche Herstellerseite, Modelljahr wie angegeben), je Zeile mit Prüfdatum. „k. A.“: Der Hersteller nennt den Wert nicht. Preise sind unverbindliche Preisempfehlungen des Herstellers; ob Überführung und Nebenkosten enthalten sind, unterscheidet sich je Hersteller (Quelle). Leistungsgewicht gerechnet mit dem Herstellergewicht — bei Trocken- oder Leergewicht nicht mit dem fahrbereiten Gewicht vergleichbar.

Gerechnet mit fahrbereitem Gewicht reicht das Leistungsgewicht von 0,076 kW/kg bei der Classic 350 bis 0,187 kW/kg bei der Z650RS.

Führerscheinklasse A2 · geprüft am 11.10.2026

  • höchstens 35 kW und 0,2 kW/kg — Die Klasse A2 gilt für Krafträder (auch mit Beiwagen) mit einer Motorleistung von höchstens 35 kW und einem Verhältnis der Leistung zum Gewicht von höchstens 0,2 kW/kg, die nicht von einem Kraftrad mit über 70 kW Motorleistung abgeleitet sind. gilt seit 19.01.2013 · gesetze-im-internet.de
  • nicht von mehr als doppelter Leistung abgeleitet — Die EU-Führerscheinrichtlinie formuliert die Grenze als Motorleistung bis 35 kW und „Leistungsgewicht“ bis 0,2 kW/kg; das Kraftrad darf nicht von einem Fahrzeug mit mehr als der doppelten Motorleistung abgeleitet sein. gilt seit 19.01.2013 · eur-lex.europa.eu
  • Ausgangsleistung höchstens 70 kW — Ein auf 35 kW gedrosseltes Motorrad ist für A2 nur zulässig, wenn die offene Ausgangsversion höchstens 70 kW hat (doppelte A2-Grenze). gilt seit 19.01.2013 · gesetze-im-internet.de
  • 18 Jahre — Das Mindestalter für A2 beträgt 18 Jahre. gesetze-im-internet.de
  • enthält A1 und AM — A2 schließt die Klassen A1 und AM ein. gesetze-im-internet.de
  • Grundstoff 12 DS (6 mit Vorbesitz) + Zusatzstoff 4 DS — Der theoretische Unterricht umfasst mindestens 12 Doppelstunden Grundstoff (6 bei vorhandener Fahrerlaubnis) und 4 Doppelstunden Zusatzstoff für A2. gesetze-im-internet.de
  • 12 bzw. 6 × 45 Min. — Beim Ersterwerb von A2 ohne A1 sind 12 besondere Ausbildungsfahrten zu je 45 Minuten Pflicht (5 Überland, 4 Autobahn, 3 Dunkelheit); bei Erweiterung von A1 auf A2 vor Ablauf von zwei Jahren sind es 6 (3, 2, 1). gesetze-im-internet.de
  • 70 bzw. 60 Min. (30 Min. Fahrzeit) — Die praktische Prüfung A2 dauert beim Direkteinstieg mindestens 70 Minuten, beim Aufstieg von A1 mindestens 60 Minuten, jeweils mit 30 Minuten reiner Fahrzeit. gesetze-im-internet.de
  • 20–35 kW, ≤ 0,2 kW/kg Leermasse, ≥ 250 cm³ — Das Prüfungsfahrzeug für A2 ist ein Kraftrad ohne Beiwagen mit 20 bis 35 kW, einem Verhältnis Leistung/Leermasse von höchstens 0,2 kW/kg und – mit Verbrennungsmotor – mindestens 250 cm³; mit Elektromotor mindestens 0,15 kW/kg. gesetze-im-internet.de
  • Gewicht = Masse in fahrbereitem Zustand (Typgenehmigung) — Für die EU-Typgenehmigung als Kraftrad mit mittlerer Leistung (L3e-A2) gelten dieselben Grenzen (35 kW, 0,2 kW/kg, nicht von mehr als doppelter Leistung abgewandelt); dabei gilt das Gewicht als identisch mit der Masse in fahrbereitem Zustand. eur-lex.europa.eu
  • A2-Grenzen bleiben — Die neue EU-Führerscheinrichtlinie (EU) 2025/2205 behält die A2-Grenzen bei (Nutzleistung bis 35 kW, Leistungsgewicht bis 0,2 kW/kg, nicht abgeleitet von mehr als 70 kW). Sie ist bis 26. November 2028 umzusetzen; die Richtlinie 2006/126/EG wird zum 26. November 2029 aufgehoben. eur-lex.europa.eu

Was die Tabellenwerte bedeuten

  • Leistung ist der kW-Wert laut Hersteller, bei gedrosselten Modellen der Wert der 35-kW-Ausführung. „k. A.“ bei der Mash K750: Mash nennt für die A2-Version nur 47,5 PS, rechnerisch 34,9 kW.
  • Gewicht zählt nur mit der Wiegeart daneben. Mash nennt keine Art, Benelli bei der Leoncino 125 Trockengewicht, Royal Enfield bei der Bullet 350 „Leergewicht“ ohne Angabe zum Tank.
  • Sitzhöhe gilt für die Serien-Sitzbank. Für die Z650RS nennt Kawasaki eine Zubehörsitzbank mit 20 mm weniger.
  • Preis ist die UVP, bei Brixton, Benelli und Royal Enfield einschließlich Neben- bzw. Überführungskosten, bei der Classic 350 fehlt der Hinweis.

Zwei oder drei Retro-Modelle direkt nebeneinander

Der Motorrad-Vergleich zeigt alle Felder, auch Tank, Verbrauch und Drehmoment, und rechnet die Sitzhöhe gegen die eigene Schrittlänge.

cm, barfuß gemessen

Zwei Modelle wählen, dann erscheint der Vergleich.

Womit gerechnet wird
  • Alle Werte von den deutschen Herstellerseiten, je Modell mit Prüfdatum und Quelle. „k. A.“ heißt: Der Hersteller nennt den Wert nicht. Nichts davon ist geschätzt oder selbst gemessen.
  • Gewicht ist das Gewicht, das der Hersteller angibt — meist fahrfertig mit vollem Tank (Art steht in der Zeile). Hersteller messen nicht alle gleich; Unterschiede unter etwa fünf Kilogramm sagen wenig.
  • Leistungsgewicht = Leistung in kW geteilt durch das Herstellergewicht, rechnerisch.
  • A2-Prüfung mit den Grenzen aus der Führerscheinregel: höchstens 35 kW, höchstens 0,2 kW je kg, gedrosselt höchstens von doppelter Leistung. Maßgeblich ist am Ende der Eintrag in den Fahrzeugpapieren.
  • Sitzhöhe minus Schrittlänge ist nur ein Anhaltspunkt: Wie gut man auf den Boden kommt, hängt auch von Sitzbreite, Federung und Stiefelsohle ab. Probesitzen ersetzt es nicht.
  • Die Auswahl steht nach „Vergleich teilen“ im Link — gespeichert wird nichts.

Die Fallstricke

  • Ducati nennt auf der deutschen Scrambler-Seite kaum Daten. Für Icon und Full Throttle stehen dort weder Gewicht noch Hubraum, für die Icon Dark nur 176 kg Leergewicht.
  • Die Drosselung kostet extra oder ist unbeziffert. Kawasaki nennt den Preis des 35-kW-Kits nicht, Mash keinen Aufpreis für die A2-Version der K750.
  • Preise mit und ohne Nebenkosten. Ducati rechnet 305 € Liefernebenkosten dazu, Yamaha bei der XSR125 350 €, Honda nennt für die CL500 6.699 € inklusive Überführung; Mash weist Preise mit und ohne Lieferkosten aus.
  • Kawasaki-Werte vom Serienmodell. Gewicht und Sitzhöhe der Z650RS gelten für die offene Version; für das 35-kW-Kit nennt Kawasaki nur Verbrauch und CO2 getrennt.

Was praktisch hilft

  1. Erst die Klasse, dann den Stil. Mit A1 oder B196 bleiben 12 Modelle, mit A2 alle 25.
  2. Preise auf einen Nenner bringen: Mash Five Hundred mit Lieferkosten 3.999 €, Honda CL500 mit Überführung 6.699 €, Kawasaki Z650RS 8.520 € plus Kit.
  3. Gewichte nur gleicher Art vergleichen und bei Mash nachfragen, wie gewogen wurde.
  4. Ausrüstung im selben Stil nach Norm wählen: Motorrad-Lederjacke nach EN 17092, Jethelm nach ECE 22.06.

Was ich noch nicht weiß

  • Leistung, Hubraum und Gewicht der Ducati Scrambler Icon und Full Throttle. Die deutsche Seite hat kein Datenblatt; ohne Gewicht fehlt das Leistungsgewicht.
  • Der kW-Wert der Mash K750 als A2-Version. Genannt sind nur 47,5 PS; für den A2-Check bleibt die Umrechnung.
  • Die Wiegeart bei allen fünf Mash. Steht sie fahrbereit im Datenblatt, wären sie neben den anderen vergleichbar.
  • Der Preis der Zontes 125G1. Die deutsche Seite nennt keinen.

Häufige Fragen

Welches Retro-Motorrad für A2?

Für A2 stehen 13 Retro-Modelle in der Datenbank, laut Hersteller ab Werk mit höchstens 35 kW oder als 35-kW-Version. Ab Werk passen die vier Royal Enfield (Bullet 350, Classic 350, Interceptor 650, Continental GT 650), Honda CL500, Triumph Speed 400 und Scrambler 400 X sowie die Mash Five Hundred. Als 35-kW-Versionen gibt es die drei Ducati Scrambler, die Kawasaki Z650RS mit Kit und die Mash K750. Die Sitzhöhe liegt bei allen zwischen 780 und 835 mm, die Leistung zwischen 14,87 und 35 kW.

Gibt es Retro-Motorräder mit 125 ccm?

Ja, in der Datenbank stehen 12 für A1 und B196: Brixton Cromwell 125, Felsberg 125, Crossfire 125 und Crossfire 125 XS, Mash Seventy 125, Black Seven 125 und X-Ride 125, Honda Monkey 125 und Dax 125, Yamaha XSR125, Benelli Leoncino 125 und Zontes 125G1. Die Sitzhöhe reicht von 760 bis 815 mm, die Leistung von 6,9 bis 11 kW, die UVP von 2.499 € (Mash Seventy 125) bis 5.099 € (Yamaha XSR125). Mit Autoführerschein fährt man sie über die Schlüsselzahl 196: ab 25 Jahren, mit Klasse B seit mindestens fünf Jahren, nach einer Fahrerschulung ohne Prüfung und nur im Inland.

Was kostet ein Retro-Motorrad?

Laut Hersteller-UVP kosten die 125er 2.499 bis 5.099 €, die A2-Modelle 3.684 bis 12.890 €. Am unteren Ende stehen Mash Seventy 125 und Mash Five Hundred, am oberen Yamaha XSR125 und Ducati Scrambler Full Throttle. Direkt vergleichbar sind die Zahlen nicht: Brixton, Benelli und Royal Enfield nennen Preise mit Nebenkosten, Ducati, Honda, Kawasaki, Triumph und Yamaha ohne. Mit Lieferkosten kostet die Mash Five Hundred 3.999 €, die Honda CL500 mit Überführung 6.699 €. Für die Zontes 125G1 nennt die deutsche Seite keinen Preis; Gebrauchtpreise werte ich nicht aus.

Welches Retro-Motorrad hat die niedrigste Sitzhöhe?

Laut Hersteller die Brixton Crossfire 125 XS und die Mash Seventy 125 mit je 760 mm, beide für A1 und B196. Danach folgen Brixton Cromwell 125 und Felsberg 125 mit 770 mm sowie Honda Dax 125 (775 mm) und Monkey 125 (776 mm). Unter den A2-Modellen beginnt es bei 780 mm mit der Mash K750, danach Honda CL500, Triumph Speed 400 und Mash Five Hundred mit je 790 mm. Am höchsten sitzt man auf der Triumph Scrambler 400 X mit 835 mm. Für die Kawasaki Z650RS nennt Kawasaki eine Zubehörsitzbank mit 20 mm weniger. Sitzbreite zeigt keine dieser Zahlen.

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Ich betreibe zweitaktgeber.de und sammle hier, was Führerscheinrecht, Normen und Hersteller zum Motorradfahren wirklich sagen – jede Zahl mit Quelle und Prüfdatum. Den Motorradführerschein mache ich 2027; bis dahin stammen alle Angaben aus Gesetzestexten, Normen und Herstellerdaten, nicht aus eigener Erfahrung.