A2-Sportler: 10 Supersportler und Sportmotorräder nach Herstellerdaten – 169 bis 205 kg fahrfertig

Alle Werte stammen von den deutschen Herstellerseiten und den dort verlinkten Datenblättern, abgerufen zwischen dem 08. und 15.10.2026; das Prüfdatum steht in jeder Tabellenzeile. Keine Eigenmessung, keine Probefahrt, keine Rundenzeiten. Wie ich prüfe, steht unter Methodik.

Yamaha bietet für A2 die R3 und die R7 35kW nebeneinander an. Die R3 hat laut Hersteller 30,9 kW und wiegt fahrfertig 169 kg, die R7 hat 35 kW bei 189 kg. Der Fahrzeugpreis liegt bei 6.899 und 10.499 €, und nur die R7 lässt sich nach dem Aufstieg öffnen.

Ausgewertet habe ich 10 vollverkleidete Sportmotorräder von 8 Marken, die nach Herstellerangaben unter die A2-Grenze fallen. Fünf davon führen Yamaha, Honda, Suzuki und Kawasaki auf ihren deutschen Seiten unter Supersport: R3, R7, CBR500R, GSX-8R und Ninja 650. Eine Rangliste gibt es hier nicht, nur die Zahlen.

Die Kernzahl: 30 kg Unterschied bei denselben 35 kW

8 der 10 Sportler haben laut Hersteller genau 35 kW. Fahrfertig wiegt die leichteste davon, die Aprilia RS 457, 175 kg, die schwerste, die Suzuki GSX-8R, 205 kg. Gerechnet ergibt das 0,200 und 0,171 kW/kg. Bei gleicher Leistung unterscheiden sich die acht in den Herstellerdaten vor allem beim Gewicht.

Wert Spanne laut Hersteller Modelle mit Angabe Worauf es ankommt
Gewicht 169 bis 205 kg (alle fahrfertig) 10 von 10 alle mit Kraftstoff gewogen
Leistung 30,9 bis 35 kW 10 von 10 8 mit genau 35 kW
Leistungsgewicht 0,171 bis 0,200 kW/kg (gerechnet) 10 von 10 A2-Grenze: 0,2 kW/kg
Sitzhöhe 780 bis 830 mm 10 von 10 4 haben 790 mm oder weniger
Tank 13 bis 17,1 l 10 von 10 den größten hat die Honda CBR500R
Preis (UVP) 6.899 bis 10.499 € 9 von 10 Zontes nennt keinen Preis

A2-Sportler nach Herkunft: serienmäßig oder gedrosselt

Serienmäßig A2: 4 Modelle mit 169 bis 194 kg

Die vier haben 321 bis 471 cm³ und zwei Zylinder. Die Aprilia RS 457 liegt mit 35 kW auf 175 kg gerechnet genau auf der Grenze von 0,2 kW/kg, die Yamaha R3 mit 30,9 kW darunter.

ModellLeistung in kWHubraumGewichtLeistungsgewicht (gerechnet)SitzhöheTankinhaltPreis (UVP Hersteller)Geprüft amQuelle
Yamaha R330,9 kW321 cm³169 kg0,183 kW/kg780 mm14 l6.899 €11.10.2026yamaha-motor.eu
Kawasaki Ninja 500 SE33,4 kW451 cm³172 kg0,194 kW/kg785 mm14 l7.095 €11.10.2026kawasaki.de
Aprilia RS 45735 kW457 cm³175 kg0,2 kW/kg800 mm13 l7.300 €16.10.2026wlassets.aprilia.com
Honda CBR500R E-Clutch35 kW471 cm³194 kg0,18 kW/kg785 mm17,1 l7.500 €11.10.2026honda.de

Werte laut Hersteller (deutsche Herstellerseite, Modelljahr wie angegeben), je Zeile mit Prüfdatum. „k. A.“: Der Hersteller nennt den Wert nicht. Preise sind unverbindliche Preisempfehlungen des Herstellers; ob Überführung und Nebenkosten enthalten sind, unterscheidet sich je Hersteller (Quelle). Leistungsgewicht gerechnet mit dem Herstellergewicht — bei Trocken- oder Leergewicht nicht mit dem fahrbereiten Gewicht vergleichbar.

Gedrosselt: 6 Modelle mit 189 bis 205 kg

649 bis 776 cm³, drei davon mit drei Zylindern: CFMOTO 675SR-R, Triumph Daytona 660 und Zontes 703RR. Die offene Leistung reicht von 50,2 kW (Kawasaki Ninja 650) bis 70 kW (Triumph Daytona 660, Zontes 703RR).

ModellLeistung in kWLeistung ungedrosseltHubraumGewichtLeistungsgewicht (gerechnet)SitzhöhePreis (UVP Hersteller)Geprüft amQuelle
Yamaha R7 (35 kW)35 kW54 kW689 cm³189 kg0,185 kW/kg830 mm10.499 €15.10.2026yamaha-motor.eu
Kawasaki Ninja 650 (35 kW)35 kW50,2 kW649 cm³193 kg0,181 kW/kg790 mm8.195 €11.10.2026kawasaki.de
CFMOTO 675SR-R (35 kW)35 kW66 kW674 cm³195 kg0,179 kW/kg810 mm7.999 €11.10.2026cfmoto.de
Zontes 703RR (35 kW)35 kW70 kW699 cm³196 kg0,179 kW/kg820 mmk. A.11.10.2026zontes.eu
Triumph Daytona 660 (35 kW)35 kW70 kW660 cm³201 kg0,174 kW/kg810 mm9.795 €11.10.2026triumphmotorcycles.de
Suzuki GSX-8R (35 kW)35 kW61 kW776 cm³205 kg0,171 kW/kg810 mm9.999 €11.10.2026motorrad.suzuki.de

Werte laut Hersteller (deutsche Herstellerseite, Modelljahr wie angegeben), je Zeile mit Prüfdatum. „k. A.“: Der Hersteller nennt den Wert nicht. Preise sind unverbindliche Preisempfehlungen des Herstellers; ob Überführung und Nebenkosten enthalten sind, unterscheidet sich je Hersteller (Quelle). Leistungsgewicht gerechnet mit dem Herstellergewicht — bei Trocken- oder Leergewicht nicht mit dem fahrbereiten Gewicht vergleichbar.

Was die Tabellenwerte bedeuten

  • Leistung ist der kW-Wert laut Hersteller, bei gedrosselten Modellen der Wert der 35-kW-Ausführung.
  • Leistungsgewicht ist gerechnet: Leistung geteilt durch das fahrfertige Herstellergewicht.
  • Preis ist die UVP des Herstellers; bei Kawasaki Ninja 650 und Suzuki GSX-8R der Preis des Serienmodells ohne Umrüstung.

Gedrosselt: 6 von 10 sind 35-kW-Versionen

Für gedrosselte Motorräder gilt eine zusätzliche Grenze bei der offenen Leistung:

Führerscheinklasse A2 · geprüft am 11.10.2026

  • höchstens 35 kW und 0,2 kW/kg — Die Klasse A2 gilt für Krafträder (auch mit Beiwagen) mit einer Motorleistung von höchstens 35 kW und einem Verhältnis der Leistung zum Gewicht von höchstens 0,2 kW/kg, die nicht von einem Kraftrad mit über 70 kW Motorleistung abgeleitet sind. gilt seit 19.01.2013 · gesetze-im-internet.de
  • nicht von mehr als doppelter Leistung abgeleitet — Die EU-Führerscheinrichtlinie formuliert die Grenze als Motorleistung bis 35 kW und „Leistungsgewicht“ bis 0,2 kW/kg; das Kraftrad darf nicht von einem Fahrzeug mit mehr als der doppelten Motorleistung abgeleitet sein. gilt seit 19.01.2013 · eur-lex.europa.eu
  • Ausgangsleistung höchstens 70 kW — Ein auf 35 kW gedrosseltes Motorrad ist für A2 nur zulässig, wenn die offene Ausgangsversion höchstens 70 kW hat (doppelte A2-Grenze). gilt seit 19.01.2013 · gesetze-im-internet.de
  • 18 Jahre — Das Mindestalter für A2 beträgt 18 Jahre. gesetze-im-internet.de
  • enthält A1 und AM — A2 schließt die Klassen A1 und AM ein. gesetze-im-internet.de
  • Grundstoff 12 DS (6 mit Vorbesitz) + Zusatzstoff 4 DS — Der theoretische Unterricht umfasst mindestens 12 Doppelstunden Grundstoff (6 bei vorhandener Fahrerlaubnis) und 4 Doppelstunden Zusatzstoff für A2. gesetze-im-internet.de
  • 12 bzw. 6 × 45 Min. — Beim Ersterwerb von A2 ohne A1 sind 12 besondere Ausbildungsfahrten zu je 45 Minuten Pflicht (5 Überland, 4 Autobahn, 3 Dunkelheit); bei Erweiterung von A1 auf A2 vor Ablauf von zwei Jahren sind es 6 (3, 2, 1). gesetze-im-internet.de
  • 70 bzw. 60 Min. (30 Min. Fahrzeit) — Die praktische Prüfung A2 dauert beim Direkteinstieg mindestens 70 Minuten, beim Aufstieg von A1 mindestens 60 Minuten, jeweils mit 30 Minuten reiner Fahrzeit. gesetze-im-internet.de
  • 20–35 kW, ≤ 0,2 kW/kg Leermasse, ≥ 250 cm³ — Das Prüfungsfahrzeug für A2 ist ein Kraftrad ohne Beiwagen mit 20 bis 35 kW, einem Verhältnis Leistung/Leermasse von höchstens 0,2 kW/kg und – mit Verbrennungsmotor – mindestens 250 cm³; mit Elektromotor mindestens 0,15 kW/kg. gesetze-im-internet.de
  • Gewicht = Masse in fahrbereitem Zustand (Typgenehmigung) — Für die EU-Typgenehmigung als Kraftrad mit mittlerer Leistung (L3e-A2) gelten dieselben Grenzen (35 kW, 0,2 kW/kg, nicht von mehr als doppelter Leistung abgewandelt); dabei gilt das Gewicht als identisch mit der Masse in fahrbereitem Zustand. eur-lex.europa.eu
  • A2-Grenzen bleiben — Die neue EU-Führerscheinrichtlinie (EU) 2025/2205 behält die A2-Grenzen bei (Nutzleistung bis 35 kW, Leistungsgewicht bis 0,2 kW/kg, nicht abgeleitet von mehr als 70 kW). Sie ist bis 26. November 2028 umzusetzen; die Richtlinie 2006/126/EG wird zum 26. November 2029 aufgehoben. eur-lex.europa.eu

Alle sechs bleiben laut Hersteller offen bei höchstens 70 kW. Der Weg zur 35-kW-Version ist verschieden: Yamaha führt die R7 35kW als eigene Variante mit eigener Datentabelle, Kawasaki nennt für die Ninja 650 ein 35-kW-Kit, Suzuki die GSX-8R „auch als 35 kW Variante“. Bei der Daytona 660 montiert laut Triumph der Händler einen anderen Drehgriff und begrenzt die Leistung über die Motorabstimmung. Einen Preis nennt nur CFMOTO: 199 € für Drosselklappe und Software an der 675SR-R. Ob ein Modell die Grenzen einhält, rechnet der A2-Check.

Zwei oder drei Sportler direkt nebeneinander

Der Vergleich zeigt alle Felder, auch Verbrauch, Zuladung und ABS, soweit der Hersteller sie nennt.

cm, barfuß gemessen

Zwei Modelle wählen, dann erscheint der Vergleich.

Womit gerechnet wird
  • Alle Werte von den deutschen Herstellerseiten, je Modell mit Prüfdatum und Quelle. „k. A.“ heißt: Der Hersteller nennt den Wert nicht. Nichts davon ist geschätzt oder selbst gemessen.
  • Gewicht ist das Gewicht, das der Hersteller angibt — meist fahrfertig mit vollem Tank (Art steht in der Zeile). Hersteller messen nicht alle gleich; Unterschiede unter etwa fünf Kilogramm sagen wenig.
  • Leistungsgewicht = Leistung in kW geteilt durch das Herstellergewicht, rechnerisch.
  • A2-Prüfung mit den Grenzen aus der Führerscheinregel: höchstens 35 kW, höchstens 0,2 kW je kg, gedrosselt höchstens von doppelter Leistung. Maßgeblich ist am Ende der Eintrag in den Fahrzeugpapieren.
  • Sitzhöhe minus Schrittlänge ist nur ein Anhaltspunkt: Wie gut man auf den Boden kommt, hängt auch von Sitzbreite, Federung und Stiefelsohle ab. Probesitzen ersetzt es nicht.
  • Die Auswahl steht nach „Vergleich teilen“ im Link — gespeichert wird nichts.

Die Fallstricke

  • Preise mit und ohne Nebenkosten. Aprilia nennt 7.300 € einschließlich Nebenkosten, Yamaha für die R3 6.899 € Fahrzeugpreis plus 450 €, Honda für die CBR500R 7.500 € ab Werk und 8.129 € mit Überführung, Triumph für die Daytona 660 9.795 € zuzüglich Nebenkosten.
  • Serienpreis bei gedrosselten Modellen. Kawasaki und Suzuki nennen den Preis des offenen Modells, die Kosten der Drosselung nicht.
  • Modelljahr verschieden. Die Kawasaki Ninja 500 SE ist als Modelljahr 2027 gelistet, die Triumph Daytona 660 als 2025, die übrigen als 2026.
  • Zuladung fast nirgends. Nur Suzuki (GSX-8R, 195 kg) und Triumph (Daytona 660, 205 kg) nennen sie. Wer mit Sozius fahren will, rechnet aus den Fahrzeugpapieren.

Was praktisch hilft

  1. Erst entscheiden, ob nach dem Aufstieg mehr Leistung kommen soll. Die vier serienmäßigen Modelle bleiben bei ihrer Leistung, die sechs gedrosselten lassen sich mit der Klasse A öffnen. Den Weg beschreibt der Führerschein A.
  2. Preise auf einen Nenner bringen. Mit Nebenkosten kostet die Yamaha R3 7.349 €, die Kawasaki Ninja 500 SE 7.495 €, die CFMOTO 675SR-R mit A2-Umrüstung 8.198 €.
  3. Probesitzen. Die Sitzhöhe sagt nichts über Lenkerhöhe und Kniewinkel, und beides steht nicht in der Datenbank.
  4. Die Ausrüstung mitrechnen: Integralhelm, Lederkombi und die Führerscheinkosten.

Was ich noch nicht weiß

  • Der Preis der Zontes 703RR. Die deutsche Herstellerseite zeigt keinen.
  • Was die Drosselung bei Kawasaki, Suzuki, Triumph und Zontes kostet. Genannt ist nur, dass es eine 35-kW-Version gibt; für den Endpreis zählt der Betrag mit.
  • Die Zuladung von acht der zehn Modelle. Sie gehört ins Datenblatt und zählt, sobald ein Sozius mitfährt.
  • Der Verbrauch der 35-kW-Versionen von Yamaha, CFMOTO, Suzuki, Triumph und Zontes. Kawasaki nennt ihn für das Kit, die anderen nur für das offene Modell oder gar nicht.

Häufige Fragen

Welche Supersportler darf man mit A2 fahren?

Alle mit höchstens 35 kW und höchstens 0,2 kW je Kilogramm; gedrosselte Modelle nur, wenn die offene Version höchstens 70 kW hat. So steht es in § 6 der Fahrerlaubnis-Verordnung. In der Datenbank stehen 10 Sportler von 8 Marken, die nach Herstellerangaben unter die A2-Grenze fallen: serienmäßig Yamaha R3, Kawasaki Ninja 500 SE, Aprilia RS 457 und Honda CBR500R, gedrosselt Yamaha R7, Kawasaki Ninja 650, CFMOTO 675SR-R, Zontes 703RR, Triumph Daytona 660 und Suzuki GSX-8R. Ob ein bestimmtes Motorrad passt, zeigen die Fahrzeugpapiere mit Leistung und Leistungsgewicht.

Welcher A2-Supersportler ist der leichteste?

Laut Hersteller die Yamaha R3 mit 169 kg fahrfertig, danach Kawasaki Ninja 500 SE mit 172 kg und Aprilia RS 457 mit 175 kg. Alle zehn Sportler sind mit Kraftstoff gewogen, die Zahlen sind also direkt vergleichbar. Mit 35 kW ist die RS 457 die leichteste; ihr Leistungsgewicht liegt gerechnet genau bei der A2-Grenze von 0,2 kW/kg. Die R3 hat 30,9 kW, die Ninja 500 SE 33,4 kW. Am schwersten sind die gedrosselten Mittelklasse-Modelle, bis 205 kg bei der Suzuki GSX-8R.

Welche Supersportler kann man auf A2 drosseln?

In der Datenbank sechs, für die der Hersteller eine 35-kW-Version nennt: Yamaha R7 (offen 54 kW), Kawasaki Ninja 650 (50,2 kW), Suzuki GSX-8R (61 kW), CFMOTO 675SR-R (66 kW), Triumph Daytona 660 und Zontes 703RR (je 70 kW). Alle bleiben damit bei höchstens 70 kW offener Leistung, die Grenze aus § 6 der Fahrerlaubnis-Verordnung. Die Umrüstung macht der Händler, bei Yamaha gibt es die R7 35kW als eigene Variante. Einen Preis nennt nur CFMOTO mit 199 €. Supersportler mit mehr als 70 kW offen kommen für eine A2-Drosselung nicht in Frage.

Was kostet ein A2-Supersportler?

Laut Hersteller-UVP 6.899 € für die Yamaha R3 bis 10.499 € für die Yamaha R7 35kW, jeweils als Fahrzeugpreis ohne Nebenkosten. Mit Nebenkosten sind es 7.349 € und 10.999 €. Dazwischen liegen Aprilia RS 457 mit 7.300 € einschließlich Nebenkosten, Kawasaki Ninja 500 SE mit 7.095 € ab Werk und Honda CBR500R mit 7.500 € ab Werk. Bei Kawasaki Ninja 650 und Suzuki GSX-8R gilt der Preis des offenen Modells, die Drosselung kommt dazu. Für die Zontes 703RR nennt die deutsche Seite keinen Preis.

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Ich betreibe zweitaktgeber.de und sammle hier, was Führerscheinrecht, Normen und Hersteller zum Motorradfahren wirklich sagen – jede Zahl mit Quelle und Prüfdatum. Den Motorradführerschein mache ich 2027; bis dahin stammen alle Angaben aus Gesetzestexten, Normen und Herstellerdaten, nicht aus eigener Erfahrung.